Sie befinden sich hier: Beziehung & Partnerschaft

Jeden Tag oder einmal pro Woche: Wie oft Sex haben ist normal?

Wie oft Sex zu haben ist normal?

Wann hatten Sie das letzte Mal Sex? Gerade eben? Gestern? Letzten Monat? Oder ist Ihr letztes Mal schon etwas länger her? Und wie oft Sex zu haben ist überhaupt normal?

Fragen über Fragen und ein Rat von mir gleich zu Beginn: Vergessen Sie die Frage, wie oft Sex man haben muss, um als “normal” zu gelten. Denn das kann Ihnen niemand vorschreiben, weil Ihre Sexualität viel zu individuell ist, als dass sie sich in eine Norm pressen ließe. Laut Statistik haben wir zwei Mal in der Woche Sex. Aber mit Statistiken ist das immer so eine Sache. Wir bekommen ja heutzutage auch 1,4 Kinder. Sie kennen doch sicher auch den Spruch: Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast! Schon gar nicht, wenn es darum geht, wie oft Sex wir haben sollten.

Wenn man frisch verliebt ist und die Welt nicht nur rosa sondern bunt ist, kommt es sicher vor, dass die Häufigkeit, wie oft Sex man hat, auf drei Mal oder noch öfter am Tag steigt. Wenn Sie schon etwas länger zusammen sind, wird sich bei manchen die Sex-Häufigkeit von drei Mal am Tag vielleicht auf drei Mal im Monat reduziert haben. Aber spielt das irgendeine Rolle, wenn Sie sich einig sind und sich damit wohlfühlen? NEIN! Wenn ein Partnerteil mit der Häufigkeit des Sex jedoch unzufrieden ist, kann es zu Spannungen und Unzufriedenheit in der Beziehung führen.

Wie oft Sex Sie haben, entscheiden Sie selbst

Messen Sie sich also nicht an anderen und lassen Sie sich nicht von den phantasievollen Erzählungen anderer beeinflussen. Jeder Mensch und jedes Lustempfinden ist anders – und das kann auch noch von Partner zu Partner wechseln. Auch wenn Sie weit über oder unter dem durchschnittlichen deutschen Sexverhalten liegen, müssen Sie sich nicht sorgen – sofern Sie mit der Frequenz Ihres Sexlebens zufrieden sind. Zum Glück sind wir Menschen so individuell, dass wir unsere Statistiken jederzeit über Bord werfen können. Wichtig ist allerdings, dass Sie und Ihr Sexpartner im Dialog bleiben, so dass sich keiner bedrängt oder vernachlässigt fühlt.

Was, wenn man keine Lust mehr auf Sex hat?

Sexflauten sind in einer festen Beziehung laut Experten durchaus normal. Stress im Job, der einem die Energie raubt, oder vorübergehende Krankheit kann einem oder beiden Partnern manchmal einfach die Lust auf Nähe nehmen. Ebenso kann eine Schwangerschaft bewirken, dass man vorübergehend keine Lust mehr auf Sex hat. Diese Sexpausen müssen nicht als negativ angesehen werden. Im Gegenteil, sie können durchaus zum Aufladen der Energien beitragen.

Problematisch wird es, wenn Sexualität als Grundbedürfnis Ihnen von Ihrem Partner dauerhaft verwehrt wird, obwohl Sie sich danach sehen. Wenn Sie sich gar nicht mehr fragen, wie oft Sex zu haben normal ist, sondern ob es normal ist, überhaupt gar keinen oder nur sehr wenig Sex und dazu unbefriedigenden Sex zu haben. Viele kennen leider das Problem: Zu Beginn der Beziehung hatte man oft Sex und hat im Bett wunderbar harmoniert, im Laufe der Zeit ist die anfängliche Lust aufeinander immer mehr versiegt. Und das schlimme: Leider geschieht dies meist einseitig, denn wenn beide Partnerteile ohne oder mit nur wenig Sex auskommen, ist das ja kein Problem.

Martin, 46, erzählt uns: “Man mag es kaum glauben, aber ich hatte Phasen, da hatten meine Frau und ich vielleicht drei Mal pro Jahr Sex. Ich habe sehr darunter gelitten und ihr das auch gesagt, vergeblich. Dabei wollte ich ja gar nicht viel, nur ein bisschen mehr Zärtlichkeit und hin und wieder mal ein paar erotische Stunden mit ihr. Nach all den Jahren habe ich mich nun dazu entschieden, Sex und Liebe zu trennen, und mir bei einer Partnervermittlung eine gleichgesinnte Frau gesucht, der es mit ihrem Mann genau so geht, wie mir mit meiner Frau. Jetzt treffen wir uns etwa zweimal pro Monat, gehen erst nett essen und vergnügen uns danach ausgiebig im Hotel.”

Tun Sie etwas dagegen! Ein langweiliges Sexleben muss niemand haben

Manche sagen: “Mir ist Geborgenheit wichtiger als Sex”. Das stimmt auch bei vielen, jedoch ist es ebenso erwiesen, dass einer der Gründe für einen Seitensprung oder Fremdgehen im Allgemeinen fehlende sexuelle Zuneigung ist. Davon kann die Geborgenheit natürlich unangetastet bleiben, jedoch ist leider auch in vielen Langzeitbeziehungen ein Nebeneinanderherleben an der Tagesordnung. Kommt dann noch ein grundlegender Mangel an Aufmerksamkeit in der Beziehung dazu, ist dies für viele der Punkt, an dem Sie sich entscheiden, Ihre Bedürfnisse anderweitig zu stillen, beispielsweise im Rahmen einer Affäre.

Wenn Sie – sofern Sex für Sie eine wichtige Rolle spielt – nicht in einer „Lustlos-Schleife“ hängen bleiben sondern die eigenen Bedürfnisse befriedigen möchten, sollten Sie dies auch tun, sonst kommt es auf Dauer nur zu Unzufriedenheit. Denn an Ihrer Ausgeglichenheit, was Ihr Sexleben betrifft, werden Sie ganz schnell selbst feststellen, wie oft Sex zu haben für Sie normal ist. Und nur darauf sollten Sie sich verlassen. Wenn Ihnen noch eine gleichgesinnte Person für erotische Stunden fehlt, schauen Sie doch mal bei LOVEPOINT, ich bin mir sicher, hier finden Sie Ihr passendes Gegenstück.

Ihre Irene

(Der verlorenste aller Tage ist der, an dem man nicht gelacht hat.)

Drucken