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Selbstbewusstsein beim Daten: Unsicherer Flirtpartner

So geben Sie Ihrem Flirtpartner mehr Selbstbewusstsein

Sie treffen sich das erste Mal, und die Atmosphäre ist angespannt, weil Ihr Flirtpartner sehr unsicher ist? So können Sie ihm/ihr Starthilfe und seinem/ihrem Selbstbewusstsein einen Schub geben.

Gar nicht so einfach: Trifft man beim Flirten auf einen äußerst sympathischen, aber sehr unsicheren Menschen, kann sich das zu einer wahren Herausforderung entwickeln. Wie geht man mit unsicheren Menschen am besten um? Bedürfen sie überhaupt einer Sonderbehandlung? Soll man die Unsicherheit thematisieren oder gibt es elegantere Wege, dem anderen ohne viel Federlesens etwas von seiner Unsicherheit zu nehmen und sein Selbstbewusstsein zu stärken? Wir sind diesen Fragen für Sie auf die Spur gegangen.

Wie äußert sich Unsicherheit und fehlendes Selbstbewusstsein überhaupt?

Sind wir selbst unsicher, spüren wir das meistens gleich. Dies bei anderen aber sofort zu erkennen, ist nicht immer einfach, da sie oft Techniken entwickelt haben, ihre – vermeintliche – Schwäche zu überspielen. Generell haben unsichere Menschen ständig Angst, etwas falsch zu machen oder aus Versehen etwas zu tun, mit dem sie den Flirtpartner enttäuschen oder gar vergraulen könnten. Meist sind diese Gedanken unverhältnismäßig, aber sehr unsicheren Menschen fällt es schwer, Situationen entsprechend einzuordnen und zu bewerten. Ihr Gedankenkarussell dreht sich viel schneller, sie sind meist sehr selbstkritisch und befürchten oft das Schlimmste. Die Panik, dass Pannen passieren, sie missverstanden werden, irgendetwas Unvorhersehbares, Negatives geschieht, begleitet und belastet sie gerade am Anfang einer Beziehung oder Affäre ständig. Auch harmlose, gar nicht böse oder kritisch gemeinte Äußerungen nehmen sie sich schnell zu Herzen und vieles persönlicher, als es je gemeint war. Einen unsicheren Menschen erkennt man deshalb auch oft daran, dass er sich mit Entscheidungen schwertut und zum Beispiel die Wahl des Restaurants, die Wahl der Speisen und Getränke nicht unbefangen treffen kann und abwartet, was der Partner tut. „Erste Dates sind für mich ein Graus“, meint Tim (42). „Obwohl ich im Vorfeld bereits herauszufinden versuche, was sie mag, bin ich jedes Mal total angespannt, ob ihr die Bar oder das Café, das ich ausgesucht habe, auch zusagt. Prompt geht auch meistens irgendwas schief. Entweder ist der Wein zu warm oder es dauert zu lange, bis das Essen kommt, oder es steht nicht das auf der Karte, worauf sie am meisten Lust hatte. Mich bringt so was dann schon ziemlich aus dem Konzept, weil ich ihr eigentlich einen perfekten Abend bescheren und mich von meiner besten Seite zeigen wollte. Wenn dann nicht alles so klappt wie geplant, denke ich, dass dies gleich Minuspunkte für mich gibt.“

Wie Unsicherheit entsteht

Würde man die Frauen befragen, sähe die Einschätzung eines solchen Abends wahrscheinlich ganz anders aus. Die wenigsten erwarten Perfektion oder kreiden es dem Flirtpartner an, wenn irgendeine kleine Panne passiert. Meist sind sie ja selbst auch aufgeregt, einige eben auch unsicher und wissen nur zu gut, wie man sich beim „ersten Mal“ fühlt. „Mir geht es auch so, dass ich sehr unsicher in ein Date hineingehe“, erzählt Britta (43). „Ich bin sehr kritisch mit mir selbst und mag vieles an mir auch nicht besonders. Zum Beispiel meine Stimme, meine nicht gerade perfekte Figur und dass ich im Gespräch so wenig spontan und schlagfertig bin. Kommt es dann zum Treffen, denke ich mir natürlich gleich, dass der andere über kurz oder lang diese Schwächen auch herausfinden wird und den Kontakt daraufhin abbrechen wird.“ Menschen, die so unsicher sind, haben meist bei vorigen Dates schon entsprechend schlechte Erfahrungen gemacht. Die eigentlichen Ursachen liegen aber oft schon in der Kindheit. Wer von seinen Eltern wenig Ermutigung erfahren hat, viel kritisiert oder unter starkem Leistungsdruck erzogen wurde, strotzt vermutlich auch als Erwachsener nicht gerade vor Selbstbewusstsein.

Wie geht man am besten mit unsicheren Menschen um?

Über Zweifel hinweghelfen: Wenn Sie spüren, dass Ihr Flirtpartner auf dem besten Weg ist, sich für vermeintliche Pannen verantwortlich zu fühlen, oder in Selbstzweifeln versinkt, können Sie durch freundliche, positive Bemerkungen die Situation entschärfen. Zum Beispiel: „Also ich finde den Wein gar nicht zu warm, gerade richtig“ oder „Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie sympathisch ich das finde, dass dir das Glas umgekippt ist. Normalerweise passiert mir das nämlich immer. Ich glaube, wir haben viel gemeinsam.“ Auch Gesprächspausen können unsichere Menschen in Panik versetzen. Gut, wenn Sie für solche Momente ein neues Thema parat haben. Am besten den anderen zu einem unverfänglichen Thema eine Frage stellen und damit neuen Fluss ins Gespräch bringen. Etwa so: „Was ich dich die ganze Zeit schon fragen wollte: Du hast doch geschrieben, dass du so gerne kochst. Was ist denn dein Lieblingsrezept?“ Das signalisiert Interesse, gibt dem anderen die Chance, etwas von seinen Vorlieben und vielleicht auch Stärken zu erzählen und lenkt von der Unsicherheit ab.

Komplimente machen: Unsichere Menschen haben meist ein geringes Selbstwertgefühl und brauchen viel Bestätigung, vor allem zu Beginn einer Beziehung oder Affäre. Mit immer mal wieder eingestreuten netten, ehrlich gemeinten Komplimenten können Sie dazu beitragen, das Selbstbewusstsein Ihres Flirtpartners zu stärken. Im Laufe der Zeit sollte der andere natürlich trotzdem versuchen, die Unsicherheit selbst in den Griff zu bekommen. Denn es kann auf Dauer schon nerven, jemanden ständig aufbauen zu müssen. Am besten ist es, den anderen dazu zu motivieren, sein Selbstbewusstsein zu trainieren.

Vorsicht mit Ironie: Ein flapsige Bemerkung, eine witzig gemeinte Anspielung, Sarkasmus und Ironie sind gegenüber unsicheren Menschen eher zurückhaltend einzusetzen. Denn meist fällt es ihnen schwer, Spaß von Ernst zu unterscheiden, und nehmen sich schnell etwas zu Herzen, das gar nicht so gemeint war.

Zeit geben: Unsichere Menschen fühlen sich schnell bedrängt. Achten Sie also im Gespräch besonders darauf, nicht allzu hartnäckig bei bestimmten Themen nachzubohren und den anderen nicht zu etwas zu nötigen, das ihn im Moment überfordert.

Zurückhaltung üben: Falls Sie auch ein eher extrovertierter Typ sind, ist es gut, einem unsicheren Menschen gegenüber etwas zurückhaltender zu agieren. Denn in Gegenwart von Menschen, die sehr selbstsicher und wortgewandt auftreten, fühlen sich gehemmtere Menschen häufig noch unsicherer. Hier empfiehlt es sich, geduldig zu sein, mit ruhiger Stimme zu sprechen und dem andern Raum zu geben. Zuhören zu können, ist hier eine besonders gute Eigenschaft.

Gibt es Unterschiede zwischen unsicheren Frauen und Männern?

Unsicherheit äußert sich bei Männern und Frauen sehr ähnlich. Allerdings fällt es Männern oft leichter, mit unsicheren Frauen umzugehen als umgekehrt. Frauen finden es meist schwieriger, sich auf einen unsicheren Partner einzulassen, da sie sich oft doch noch instinktiv einen Mann wünschen, der souverän auftritt. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn die Frau selbst zu Unsicherheit neigt. Aber Achtung: Allzu offensichtlich nach außen getragenes Selbstbewusstsein kann auch ein Versuch sein, die eigene Unsicherheit zu vertuschen. Wirklich selbstsichere Menschen hingegen haben kein Problem damit, ihre Fehler und Schwächen auch zuzugeben.

Ein bisschen Mitgefühl und Aufmerksamkeit helfen

Wenn Sie an einen unsicheren Flirtpartner geraten, ist es hilfreich, mit ihm/ihr noch aufmerksamer umzugehen, als Sie es ohnehin beim Flirten tun. Hat man sich erst einmal etwas besser kennengelernt und Vertrauen aufgebaut, tauen die meisten dann ganz von selbst auf. In einigen Fällen kann es auch sinnvoll sein, sich an die eigene Nase zu packen. Vielleicht haben wir durch unsere Art der Kommunikation für Missverständnisse gesorgt, uns widersprüchlich verhalten und damit den anderen verunsichert. Unsicherheit entspringt also nicht immer dem Charakter eines Menschen, sondern kann auch von außen erzeugt werden.

 


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