Wie schlechte Laune Ihr Date vermasselt

Schlechte Laune beim ersten Date muss nicht sein

Sie kommt nicht nochmal, die Möglichkeit, sich beim ersten Date so richtig gut zu verkaufen und zu zeigen, was in einem steckt. Egal, ob auf der Suche nach einer neuen Partnerschaft oder einem erotischen Abenteuer, von einem positiven Gegenüber fühlen wir uns immer mehr angezogen, während eine negative Ausstrahlung und schlechte Laune uns eher das Weite suchen lässt. Lesen Sie in diesem Artikel, welche Szenarien und Charaktertypen Sie vermeiden sollten, damit die positive Ausstrahlung und der positive Verlauf beim ersten Date nicht gefährdet sind.

„Eigentlich habe ich schon aufgegeben den perfekten Partner zu suchen. Was hier momentan so auf dem Markt herumläuft, kann mir ja nicht wirklich das Wasser reichen, aber vielleicht überzeugst Du mich ja vom Gegenteil?!“ Uuups – würden Sie bei so einem Auftakt gerne das erste Date ganz entspannt und unvoreingenommen weiter führen? Wohl kaum. “Unsympathisch” und “herablassend” wären wohl die Worte, die Ihnen sofort in den Kopf schießen würden. Anders gesagt: Wer den Einstieg ins erste Date vermasselt, der hat meist keine Möglichkeit mehr, einen positiven Eindruck herzustellen und die schlechte Laune wieder wettzumachen. Und warum gerade eine positive Einstellung und Ausstrahlung so wichtig sind und was Sie dafür tun beziehungsweise nicht tun sollten, das erfahren Sie im Folgenden von uns.

Warum ist schlechte Laune gerade beim ersten Date so gefährlich?

Es existiert wirklich, das Gesetz der Anziehung. Man muss auch nicht „The Secret“ gelesen haben, um zu verstehen, dass positives Denken auch Positives anzieht. Wahrscheinlich haben Sie es auch schon im Alltag bemerkt, wenn man gut gelaunt ist und ein Lächeln auf den Lippen trägt, so erntet man selbiges bei Mitmenschen viel häufiger, als wenn man als gestresster Griesgram durch die Straßen oder Büroräume hetzt.

Genau diese Einstellung und Erfahrung kann man wunderbar auf das erste Date übertragen. Der erste Eindruck zählt, da ist eben wirklich etwas dran. Wer mit einem Lächeln beim ersten Date begrüßt wird, der wird dies automatisch als positiven Einstieg werten und sich auf den weiteren Verlauf als „positiv gepolt“ einstellen. Das Schöne ist außerdem, wenn sich das Gegenüber nicht ganz sicher war, wer da auf einen zukommt (eventuell wegen Unsicherheiten bei vorangegangener Konversation und/oder Missverständnissen per Mailverkehr), so ist das erstmal zweitrangig und der Flirtpartner bekommt Lust auf mehr. Die Chance auf ein zweites Date steigt damit beträchtlich.

Auch wenn man einen schlechten Tag hatte, die schlechte Laune sollte man sich nicht anmerken lassen, denn erstens kann das Gegenüber nichts dafür und zweitens möchte sich niemand auf jemanden einlassen, der noch eine Ladung Probleme im Schlepptau hat. Das bedeutet natürlich nicht, dass man gekünstelt sein oder sich verstellen muss, aber eine negative Ausstrahlung hat beim ersten Date einfach nichts zu suchen und der Flirtpartner sollte auch nicht derjenige sein, bei dem man erstmal seinen Frust ablädt.

Was verhindert außerdem noch eine positive Ausstrahlung beim ersten Date?

Ganz klar: das Auftreten beinflusst Ihre Ausstrahlung enorm und ist maßgebend für den Gesamteindruck. So wirken beispielsweise eine eingesunkene Haltung, wenig bis kein Lächeln, verschränkte Arme oder Beine oder ein ungepflegtes Aussehen mit ungewaschenen Haaren, ungepflegten Händen und zerknitterter zerknitterte Kleidung alles andere als einladend auf den Flirtpartner. Weitere No-Gos sind bestimmte Gesprächsthemen wie Krankheit, Probleme, ständiger Ich-Bezug, Nörgelei oder – ganz klar – der/die Ex.
Sibylle (43) erzählt: „Was ziehe ich nur an? Diese Frage beschäftigte mich seit Tagen. Ich hatte Christian vor wenigen Wochen beim Online-Dating kennengelernt und er schien auf meiner Wellenlänge zu sein. Nach einigem Hin und Her schlug er ein erstes Date vor. Natürlich sagte ich sofort zu und war ab dann aufgeregt und gespannt zugleich. Es sollte ein Freitagabend sein. Ich nahm mir extra den Tag frei, um mich ausgiebig meiner Schönheitspflege zu widmen, nahm ein langes Bad, ging zum Friseur und fühlte mich einfach toll – erst recht in dem blauen Kleid, für das ich mich letztendlich entschieden hatte. Dieses Gefühl habe ich ganz bestimmt ausgestrahlt, als ich mich beim Italiener an den reservierten Tisch setzte. Da kam der erste Dämpfer: Komisch, dass Christian noch nicht da war, ich kam extra 5 Minuten zu spät, weil ich trotz Emanzipation der Meinung bin, eine Frau lässt man nun mal nicht warten – schon gar nicht beim ersten Date. Nach 15 Minuten (ich gebe zu, ich wollte gerade gehen) kam er endlich, statt sich zu entschuldigen, machte er die unterirdische Parkplatzsituation in der Stadt dafür verantwortlich, bestellte erstmal ein großes Bier auf den Frust und kippte sich dann gleich die Hälfte davon rein, bevor er mich das erste Mal richtig ansah und mich fragte, wie es denn so geht. Ganz ehrlich, genau da hätte ich schon aufstehen sollen, weil ich bereits wusste, dass der Abend nicht mehr zu retten ist. Christian schien aber nicht zu merken, dass er mit seiner schlechten Laune mich abschreckte. Er war gerade in seinem Element und so ging es mit der Nörgelei weiter – schlechte Bedienung, kalte Pasta, zu warmer Wein, das Kind vom Nachbartisch nervt und zur Krönung fing er an von seinen privaten Problemen zu reden! Dass ich immer ruhiger wurde und versuchte der Situation zu entkommen, hat er natürlich auch nicht gemerkt. Ich wollte nicht unhöflich sein und so ließ ich den Abend tatsächlich noch über mich ergehen, mir war aber schon nach den ersten 3 Minuten klar: Diesen Mann möchte ich nicht wieder sehen!“

Zugegeben, damit einem ein derartiges Schreckensszenario beim ersten Date widerfährt, muss schon einiges schief gehen. Und es geht ja auch nicht darum, nur von Friede, Freude, Eierkuchen zu schwärmen, das Gespräch soll authentisch sein, aber eben nicht runterziehen. Beispiel: Wenn man etwas findet, das beide nervt, darf man ruhig ein bisschen darüber lästern – das stärkt das Gemeinschaftsgefühl, was wiederum positiv ist. Aber bitte nicht zu böse und zu lange. Am besten eignen sich hierzu aktuelle Ereignisse aus Medien (aber Vorsicht, bei politischen und religiösen Themen und Diskussionen besteht Konfliktpotential), Sport oder Smalltalk über den Alltag.
Unser Tipp: Studieren Sie vorher genau das Profil des Dating-Partners, somit können Sie eventuell auf ein gemeinsames Hobby (Reisen, Wandern, Filme etc.) eingehen und schon freuen sich beide Beteiligten und die positive Ausstrahlung kann sich auf beiden Seiten entfalten.

Was kann man selbst für eine positive Ausstrahlung beim ersten Date tun?

Schlechtes Benehmen und unmögliche Manieren tragen einen enormen Teil für eine negative Ausstrahlung bei. Wenn Sie ein Mann sind, dürfen Sie ruhig Gentleman sein, der Dame die Jacke abnehmen und sie am Tisch platzieren. Sind Sie eine Frau, lassen Sie es zu und bedanken Sie sich charmant mit einem Lächeln.
Übrigens: Es ist gut, wenn Ihr Aussehen und Ihre Haltung beim ersten Date nicht allzu sehr von den Bildern und der Beschreibung in Ihrem Online-Profil abweichen. Wenn Sie in Ihrem Online-Profil sehr naturnah und lässig rüberkommen, aber beim Date extrem aufgestylt und gar konservativ erscheinen, wirkt das auf Ihren Datepartner höchstwahrscheinlich recht gekünstelt.
Fakt ist: Wenn Sie Ihrem Dating-Partner mit Respekt und Aufmerksamkeit begegnen und ein bisschen darauf achten, dass der Redeanteil einigermaßen ausgeglichen ist und Sie keine ellenlangen Monologe führen, kann eigentlich nichts schief gehen. Wenn wir die Körpersprache unseres Gegenübers spiegeln, verschafft das bei ihm positive Gefühle. Wenn die Bewegungen im Gleichklang sind, fühlen wir uns bestätigt, das Interesse steigt und damit die Chance auf weitere Dates und auf mehr.
Nicht zuletzt: Lachen Sie und zeigen Sie Humor, das macht Lust auf mehr und genau das ist das Ziel des ersten Dates. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg.

 


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